Pilotphase anfragen
NfL 2024-1-3106 Betrieb ohne Betriebsleitung – was sie verlangt

Jede Bewegung im Buch. Auch wenn niemand im Turm sitzt.

Die NfL 2024-1-3106 beschreibt, wie Landeplätze ohne Betriebsleitung fliegen können. Der Halter bleibt verantwortlich und braucht geeignete technische und organisatorische Maßnahmen – auch für die Meldung der Flugbewegungen. Gegenanflug ist so eine Maßnahme: Piloten melden Start und Landung am Handy, Gäste per QR-Code, die Betriebsleitung am Turm. Alles landet in einem Hauptflugbuch, das nichts überschreibt.

  • Meldung wird nie gesperrt
  • Nichts wird überschrieben
  • Offline mit Papier-Rückfall
  • Vollexport jederzeit

Gegenanflug führt das Buch. Die Verantwortung für den Flug bleibt beim verantwortlichen Piloten, für den Platzbetrieb beim Halter. Ob ihr ohne Betriebsleitung fliegen dürft, entscheidet eure Landesluftfahrtbehörde.

Turm-Bildschirm, Tablet quer: drei Spalten ohne Scrollen. Beispieldaten, Kennzeichen und Platz erfunden.

Für wen

Ein Buch, drei Arbeitsplätze

Der Vorstand braucht ein Verfahren, das vor der Behörde trägt. Die Betriebsleitung braucht einen Bildschirm, der am Samstagnachmittag schneller ist als die Kladde. Und wer fliegt, will in Sekunden gemeldet haben.

Vorstand und Halter

Ein Verfahren, das ihr der Behörde zeigen könnt

  • Verfahrensblatt „Flugdatenerfassung“ als Export für euer Betriebskonzept.
  • Exporte für Kasse (CSV), Behörde (CSV/PDF mit Zugriffsprotokoll) und die Jahreszählung für Destatis.
  • Keine Überwachung: Der Verein bestätigt nur eigene Tatsachen wie Einweisung, Solo-Freigabe und technische Sperre.
  • Personenbezug wird nach 24 Monaten automatisch anonymisiert (§ 70 Abs. 3 LuftVG).

Betriebsleitung

Schneller als die Kladde

  • Drei Spalten ohne Scrollen: in der Luft, Erfassung, Posteingang.
  • Kennzeichen nach zwei, drei Zeichen gefunden. Platzrunde mit einem Tipp.
  • Dienstbuch, Kasse, Schichtübergabe und Tagesabschluss mit Prüfsumme.
  • Keine Pilotenampel auf deinem Bildschirm. Lizenzen prüfst du nicht.

Pilotinnen und Piloten

Melden in Sekunden, auch im Funkloch

  • START ist vorbelegt, LANDUNG ist ein Tipp.
  • Ohne Netz gespeichert, mit Zähler und Quittung.
  • Die Ampel ist ein Hinweis. Deine Meldung geht immer durch.
  • Falsch eingetragen? Nachtrag mit Grund, ohne Strafgefühl.

So läuft eine Meldung

Abendflug ohne Betriebsleitung

Nur das Kennzeichen ist beim Start Pflicht. Alles andere ist vorbelegt oder lässt sich bis zum Tagesabschluss nachtragen.

< 15 s
Start melden
< 5 s
Landung melden
  1. App öffnen

    Oben steht die Betriebsart, darunter Platzstatus, geänderte Platzhinweise, Sonnenuntergang und Ende der Dämmerung.

  2. Vorbelegung prüfen

    Letztes Flugzeug, 1 POB, Flugart, aktive Piste. Ein Tipp ändert, was heute anders ist.

  3. Ampelzeile lesen

    Grün bleibt still. Gelb ist ein Hinweis. Beim ersten Start des Tages kommt der Haken „Bahnkontrolle durchgeführt“ dazu.

  4. START tippen

    Die Zeit ist der Tipp. Ohne Netz wird die Meldung auf dem Gerät gespeichert und später gesendet – mit Erfassungszeit, nicht Sendezeit.

  5. LANDUNG tippen

    Der offene Flug ist schon ausgewählt. Platzrunden zählst du nach der Landung mit + und −. Danach kommt die Quittung.

Die Zeiten sind das Abnahmeziel der Pilotphase, gemessen mit Testpiloten am Platz – kein Versprechen für jede Situation.

Start: vorbelegt, eine Ampelzeile, ein Knopf.
Landung im Funkloch: gespeichert, gezählt, quittiert.

Grundsätze

Was Gegenanflug nie tut

Diese Regeln stehen fest, bevor die erste Zeile Code geschrieben ist. Ausführlich und mit Fundstellen: Datenschutz & Recht.

  1. Die Meldung wird nie gesperrt

    Die Ampel ist ein Hinweis. Bei Rot fragst du dich selbst – und meldest trotzdem, als verantwortlicher Pilot. Das Buch muss stimmen, auch wenn die Daten in der App veraltet sind.

    § 23 Abs. 1 Nr. 3 LuftVO: Die Meldung ist Pflicht des Piloten.
  2. Nichts wird überschrieben

    Jeder Eintrag bleibt. Eine Korrektur ist ein Nachtrag mit Grund, jeder Eintrag trägt seine Quelle. Tagesabschluss mit Prüfsumme.

    Hash-Kette, Tagesabschluss, Quelle je Eintrag.
  3. Lagebild ist kein Flugverkehrsdienst

    Eine eigene Übersicht für die Betriebsleitung: Farben nach Buchstatus, kein Rot, keine Konfliktwarnung, kein Radar-Look. Nicht öffentlich.

    NfL 2024-1-3240 Ziff. 4.1 und 4.5.
  4. Nur die Daten, die es braucht

    Medical nur Klasse und Gültig-bis, nur mit Einwilligung. Vorstand und Betriebsleitung sehen nur die Ampelfarbe. Keine Scans.

    Art. 5 und Art. 9 DSGVO, § 70 Abs. 3 LuftVG.

Funktionen

Sechs Module, ein Hauptflugbuch

Der Kern löst die Papierkladde ab. Pilotenprofil und Lagebild sind eigene Module, die jeder Verein einzeln einschaltet – erst nach Prüfung durch den Datenschutzbeauftragten bzw. Antwort der Behörde.

Hauptflugbuch

Kern

Pflichtfelder nach § 70 LuftVG und Zeiten in UTC, append-only, Nachträge mit Grund. Exporte für Kasse, Behörde, Destatis und Lärmstatistik. Papier-Notformular und Nachtrag „aus Notkladde“.

Turm

Kern

Arbeitsplatz der Betriebsleitung auf dem Tablet: Erfassung, in der Luft, Posteingang, Dienstbuch, Kasse, Schicht und Tagesabschluss. Keine Pop-ups über der Eingabe.

Self-Service und Gast-QR

Kern

Mitglieder melden per Handy-App oder Kiosk-Tablet (PIN, große Knöpfe, höchstens drei Taps). Gäste scannen den QR-Code: ohne Konto, auf Deutsch oder Englisch, Landeentgelt per GiroCode.

Startliste

Kern

Für Segelflug und Schulung: Serienerfassung durch den Startleiter, Winde, F-Schlepp mit Schleppmaschine und Schlepphöhe, Eigenstart, „Wiederholen“.

Pilotenprofil mit Ampel

Modul · abschaltbar

Nur mit Einwilligung: Medical, Klassenberechtigung, Recency, 90-Tage-Regel, eigene Erinnerungen, Fortschritt zur SEP-Verlängerung. Farbe immer mit Symbol und Text, Normzitat bei jedem Detail.

Lagebild

Modul · abschaltbar

Eigener ADS-B/OGN-Empfänger, Punkte nach Buchstatus, Vorschläge zum Bestätigen. Nur zur eigenen Übersicht, kein Flugverkehrsdienst, keine Speicherung über 24 Stunden.

Gäste

Scannen, melden, bezahlen – ohne Konto

  • Kennzeichen, Muster, Herkunft, Personen an Bord, Kontakt.
  • Online-Platzbriefing einmal bestätigen, gültig zwölf Monate.
  • Landeentgelt nach eurer Entgeltordnung, bezahlt per GiroCode aus der Banking-App.
  • Persönlicher Link „Abflug melden“ für später.
Aushang und Gastmeldung. Beispieldaten; Betrag, Kennzeichen und Codes erfunden, nicht scanbar.

Pilotphase

Wir suchen Plätze, die es mit uns ausprobieren.

Drei Monate Parallelbetrieb mit Papier, dann entscheidet ihr. Eure Daten gehören euch: Vollexport jederzeit, als CSV und PDF. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag ist dabei.

PilotphaseKonditionen: Pilotphase-Bedingungen festlegen

  • Einrichtung mit euren Stammdaten per CSV-Import
  • Aushang, QR-Codes und Verfahrensblatt für euer Betriebskonzept
  • Danach Festpreis je Verein: Preisrahmen laut Beschluss ≤ 300–500 € pro Jahr, ohne Kosten pro Bewegung – vor Veröffentlichung bestätigen